Sonntag, 14. Mai 2017

Heuschnupfen - lindern oder los werden


Jahre lang hatte ich keinerlei Allergien gehabt. Dann war es plötzlich da. März 2006 Ö.Ö

Oh mon dieu! Es hat mich wie ein Blitz getroffen. Meine Augen brannte, meine Nase lief, meine Gaumen juckte, Nachts konnte ich nicht schlafen. Für jemand der in Thailand aufgewachsen ist, ist das der reinste Horror. So etwas gab es dort nicht. Es kam dann auch noch immer wiederkehrende Erkältungen hinzu und die blieben immer länger… Ich war immer müde und schlapp, besonders im Winter. Rundum fühlte ich mich nicht besonders.


Zu meiner Erkältung sagen Ärzte es sei normal. Eine Erkältung muss man aussitzen. Eine Allergologin hat mir die Desensibilisierung empfohlen. Na gut, wenn es hilft aber die Symptome wurde von Jahr zur Jahr schlimmer aber ich blieb dran.


Sommer 2009 war der Höhepunkt. Ich hatte nachts Hustenanfälle und teilweise konnte ich nicht mehr richtig atmen. Es wurde immer schlimmer. Inzwischen musste ich trotz der Desensibilisierung 2 mal am Tag Cetirizin nehmen. Ich war stets müde und meine Nasenschleimhaut war trocken und immer wieder platzte ein Äderchen auf und ich hatte regelmäßig Blut in der Nase… Ich war am Ende. Im Sommer hielt ich mich nur in der Wohnung auf. Das war echt schlimm. Was noch dazu kam sind die Pickelparade auf meine Oberarme. Leider eine Nebenwirkung von der Desensibilisierung. Dort wurde die Spritze gesetzt. Im Frühjahr und Sommer wenn die Pollen unterwegs sind, traue ich mich kaum Oberteile mit kurze Ärmeln zu tragen da meine Oberarme nur mit Pickel übersäht sind…


Ein Bekannter hat mir von der Bio-Resonanz-Therapie erzählt und meinte es hätte ihn geholfen. Ich habe im Netz recherchiert und eine Heilpraktikerin gefunden welche diese Therapie anbot.


Ein Termin wurde vereinbart und dort hat man einiges mit mir angestellt. Bioresonanztherapie, Magnetfeldtherapie, Lebensmittelreaktionstest, Ernährungsumstellung und zum Schluss die Colon-Hydro-Therapie X.X Die Colon-Hydro-Therapie habe ich gehasst. Die Therapien sind in Ihre Wirkung wissenschaftlich nicht belegt deshalb muss jeder für sich entscheiden ob er es ausprobieren will oder nicht. Natürlich findet man vieles im Internet in dem man nachlesen kann wie toll und wirkungsvoll diese Therapien sind. Ich bin da etwas kritischer und mir reicht es nicht wenn die Therapien nur einseitig dargestellt werden. Jeder Mensch ist anders und jeder spricht unterschiedlich auf Therapien an.  Ich will hier keine Debatte über alternative und konventionelle Medizin eröffnen.

Die Allergien wurden mit der Zeit besser aber ich musste diesen Circus immer ab Dezember bis Frühling machen. Es ist kostspielig aber ich hatte Glück, dass meine Zusatzversicherung etwa die Hälfte der Kosten übernahmen. Nach drei Jahren hatte ich allerdings die Schnauze voll gehabt. Die Therapien (bis auf die Colon, ein Durchgang hat mir gereicht) ist zeitintensiv und anstrengend. 2013 habe ich eine Ausbildung begonnen und habe entsprechend auch weniger Mitteln zur Verfügung und ging deshalb nicht mehr regelmäßig zu der Heilpraktikerin. Dennoch habe ich über die Therapien nachgedacht. Was wurde da eigentlich gemacht. Die BRT und MT kann ich nicht zu Hause machen. Allerdings kann ich meine Ernährung umstellen, ich kann meine Darmflora aufbauen und mehr für meine Gesundheit etwas unternehmen. Denn letztendlich bekämpft die konventionelle Medizin die Symptome und nicht die Ursache. Bei der alternative Medizin habe ich zwar schon vertrauen aber es wird auch viel Geld damit verdient… Zwickmühle…


Durch trial and error habe ich 2013-2016 eine Selbsttherapie vollzogen. ^^ Ich habe nachgelesen welche Kreuzallergien gibt es zu Birken- und Gräser Pollen.  All dieser Nahrungen habe ich verbannt, vorerst. Es war sehr schwer. Jegliche Getreide, einige Obst- und Gemüsesorten, konventionell hergestellte Tierprodukte und Zucker. Nach einem halben Jahr füge ich immer wieder eine Zutaten hinzu und schaue wie mein Körper darauf reagierte. Nach zwei Jahren habe ich festgestellt, dass Weizen, Roggen und Dinkel meine Allergien begünstigte.


Ich versuche ganzjährig auf Getreide zu verzichten. Hafer und Dinkel vertrage ich in Maßen. Allerdings zu Pollensaison verzichte ich ganz auf Weizen (bis auf ein paar Ausnahmen). Zusätzlich nehme ich Präbiotika zu mir. Ich habe Symbioflor, Mutaflor, Combi Flora SymBIO oder symbio lact ausprobiert und habe nicht so gute Ergebnisse erzielt wie mitOptibac. Um meinen Immunsystem noch einen Schub zugeben nehme ich regelmäßig natürliches Vitamin C (fast Täglich), Pure Pharma D3 (Winter), Pure Pharma M3 (fast Täglich), Pure Pharma O3 (gelegentlich) und Eisen (Zyklusabhängig) zu mir.


Ich habe im Winter 16/17 festgestellt, dass ich nur einmal krank war und nach drei Tagen war ich wieder gesund. Mein Mann hatte die Grippe und ich habe mich nicht mal angesteckt. Das heißt was, denn er ist eigentlich nie krank und ich eigentlich immer… Ich bin auch nicht mehr so müde wie sonst. Ich bin vitaler und der Morgenmuffel ist so gut wie ausgezogen. ^^


Im Frühjahr habe ich die Birke nicht mal bemerkt… Inzwischen fliegt wohl mäßig bis stark Gräser in der Luft. Toi toi toi! Auch am Wochenende habe ich beim Spielerabend Weizen gegessen und muss die Zeche nicht bezahlen. Manchmal kitzelt es noch in der Nase. Alles richtig gemacht bis jetzt. Daumen drück, dass es so weiter geht!
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